Mittwoch, 2. Oktober 2013

Unser Jetlag und der "Nacht"-Flug


"Ich habe fast eine Woche lang nur geschlafen."
"Sie konnte nicht arbeiten gehen. Es war, als habe sie die Grippe."
"Die Woche Urlaub habe ich noch gebraucht. Ich war so dermaßen neben der Spur."
Eine Mannschaftskameradin war an einem Sonntag in D gelandet und am Freitag noch übelst neben der Spur.
Sollte das normal sein???
Nö.
Wenn man über mehrere Zeitzonen von Ost nach West reist, ist es ja angeblich nicht so schlimm, wie von West nach Ost. Ein Tag wird einem dann geklaut und der Organismus und seine Hormone wissen deshalb nicht wohin mit sich und sind ganz verwirrt.
Mein Mann geht nun, wie gestern erwähnt, seit gestern wieder arbeiten. Das heißt er steht zwischen 6 und 7 auf. Ich habe noch frei, könnte nach meinem Befinden jedoch auch wieder arbeiten gehen. Obwohl wir in LA am Donnerstag um 21Uhr Abends gestartet sind und in MUC am Freitag um 15:30 gelandet. Ein Tag weg.
Auf dem Hinflug haben wir es schon so gemacht, dass wir im Flugzeug nicht geschlafen haben. Da war es ja eh den kompletten Aufenthalt im Himmel über hell. Es gab eine Menge zu gucken. Das Meer, das grönländische Eis, Alaska und Kanada... atemberaubend! Die Maschine war ein älteres Modell, sodass nicht jeder einen Touch-Bildschirm vor sich hatte. Man musste schauen, was auf den allgemeinen Bildschirmen angeboten wurde. Auch das Radioprogramm wiederholte sich irgendwann. Also spielte ich Solitär auf dem Handy oder löste Kreuzworträtsel. (In Flugzeug, Bahn und am Strand habe ich immer ein Kreuzworträtselheft dabei. Wie Oma-mäßig..jaja. ;P ) Die meisten schliefen also da schon. Wir landeten um 17:xy in LA, mussten durch zwei Sicherheitskontrollen, vor denen die Schlangen ellenlang waren, mussten danach zur Mietwagenagentur und dann noch ins Hotel. Da fielen wir dann um 20:00 rum ins Bett und schliefen sofort wieder ein. Dementsprechend wach waren wir schon um 4 Uhr in der früh. So ging das ein paar Tage, aber eigentlich kein Problem. Tagsüber waren wir fit und energiegeladen.
Während des Rückfluges gab es zu Beginn ein Abendessen. Nach dem Abendessen schliefen alle Passagiere nach und nach ein. Ich möchte behaupten, dass vll 10 Leute den gesamten Flug über wach waren. Die Piloten hoffentlich mit eingeschlossen, nachdem man ja das ein oder andere gerade in den Nachrichten sehen konnte... Zu den wenigen zählten mein Mann und ich. Dieses mal hatte jeder seinen eigenen Bildschirm. Ich schaute so halb "After earth" (Naajaaaaa), dann "Der große Gastby" (wunderbarer Film!), dann Hangover III (hätten sie sich sparen können). Draußen wurde es wieder hell. Aber die Flugbegleiter bestanden darauf, dass die Fenster verdunkelt blieben, damit die 90% weiterpennen konnten. Vor wir hatte der Kerl bereits direkt nach dem Abendessen seinen Sitz bis gaaaanz unten runter geklappt und verblieb so bis 45 vor der Landung. Natürlich machten wir die Fenster trotzdem immer mal wieder auf, damit wir selbst nicht einschliefen und, um etwas von Grönland zu sehen.
Das fand ich ja unmöglich. Unsereins bleibt wach und quält sich mit den nach hinten geklappten Sitzen der Vordermänner rum und darf dann noch nicht mal das Fenster auf machen!
Dabei ist es auch auf dem Rückflug gerade falsch zu schlafen. Da ist man 10 Stunden weggetreten, wird am späten Nachmittag wieder wach und kann natürlich in der Nacht nicht mehr schlafen. Und schläft dann wieder wenns hell wird.... Aber klar, war die letzten 2-3 Stunden schon hart wach zu bleiben. Da hat man die interessantesten Filme geguckt und das Kreuzworträtseln auch keinen Spaß, weil man sich den Hals verrenken muss, um seine Sitzablage sehen zu können.
Naja.. trotz alledem meine ich schon, einen kleinen Jetlag zu haben. Sonntag haben wir beide bis halb 12 geschlafen. Für mich sonst undenkbar. Ich stehe sonst spätestens 2-3 Stunden vorher auf, weil ich einfach nicht mehr schlafen und liegen kann. Dementsprechend schlummerte ich auch erst um 1 Uhr nachts ein. Gestern war ich seit 7 Uhr auf den Beinen und hab schon wieder um 22Uhr geschlafen. Und wann werde ich heute erst so wach, um auf die Uhr zu sehen? Um 12:15! Huch!! Hab aber auch tolle Sachen geträumt. Wir wären noch in Amerika und ich müsste helfen Kastanien-Palmen mit menschengroßen Blüten zu bestäuben. Das sah toll aus! 88| ;D
Also einen kleinen Jetlag hab ich wohl. Aber ich bin nicht verpeilt oder fühle mich krank. Es lohnt sich, so lange auf zu bleiben, bis im Ankunftsland wieder nachtschlafende Stunde ist. Egal wie verlockend der Schlaf im Flugzeug sein sollte.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Kleines erstes USA-Fazit. Lieber aufgesetzt freundlich, als gar nicht!


Zuerst einmal bin ich natürlich irgendwo froh, wieder zu Hause zu sein. Auch, wenn ich seit der ersten Nacht schon wieder komisches Zeug träume und nicht weiß, was ich vor lauter Langeweile mit mir anfangen soll. Jetzt noch schlimmer, da mein Mann diese Woche schon wieder arbeiten geht, ich aber noch Urlaub habe. Ja... da hatte unsere Kommunikation Schwächen. Sonst wäre ich auch ab heute wieder arbeiten gegangen. Denn, wenn ich ehrlich bin, führe ich so weit ab meiner zerrütteten Familie und meinen in ganz Deutschland verstreuten Freunden, ein recht einsames Leben und liebe es an die Arbeit zu gehen.
Seit wir in Los Angeles in die Maschine zurück nach Deutschland gestiegen sind, vermisse ich die Höflichkeit und Gelassenheit der Amerikaner (zumindest von denen aus Kalifornien, Arizona, Nevada und Utah, woanders war ich ja noch nie). Natürlich waren nicht alle Leute nett, aber weeeeiiiitaus mehr als in unserem Lande.
++++Achtung! Achtung! ich rede ausschließlich über Kontakte in Hotels, Läden, öffentlichen Verkehrsmitteln, Beamten, Restaurants, Schaltern von Nationalparks, Smalltalks mit anderen (amerikanischen) Touristen etc... nicht von tiefergehenden sozialen Kontakten+++++
Man sagt den Amis nach, sie seien oberflächlich und ihre Freundlichkeit sei falsch. Wayne? Ist es in Deutschland nicht genauso? Nur, dass wir uns damit rühmen, wenn wir olle Muffelköppe sind, dass wir ja ach so ehrlich sind? Auch bei uns kann man lange nicht davon ausgehen, dass jeder der nett ist, es auch nett meint. Da werd ich aber lieber von der Bedienung oder dem Busfahrer freundlich oberflächlich in einen Smalltalk verwickelt, als hier von Verkäuferinnen an der Kasse böse angeblitzt, weil ich mich erdreiste, einkaufen zu gehen.
Wir saßen und standen in überfüllten Bussen. Niemand meckerte! Dass es ja so voll sei und dass man keinen Platz hätte und dass man da jetzt gefälligst raus müsse. Ganz anders direkt im Shuttlebus vom Flughafen in MUC zum Urlauberparkplatz.. Als müsse man in der Wüste verdursten, wenn man jetzt dieeesen Bus nicht bekommt oder für jemand anders mal kurz aussteigt, weil er raus muss.
Menschengedränge auf der Fähre oder dem Bürgersteig. Kein Geschubse, kein Vordrängeln, keine bösen Blicke.
4 Autos stehen an der Kreuzung, niemand fährt... Der Deutsche macht wilde Handbewegungen oder hupt. Die Amis warten halt, bis dann mal jemand fährt oder geben höflich Handzeichen.
Der Obdachlose, dem du kein Geld gegeben hast, beschimpft dich nicht hinter deinem Rücken oder spuckt auf den Boden. Und wir sind leider an sehr vielen Obdachlosen vorbei gekommen. Ein sehr schockierendes Bild. Der Ort kann noch so klein sein, es gibt viele Bedürftige.
Im Supermarkt. Die Angestelle schwingt morgens um 7 den Wischmopp, summt eine Melodie und ruft "Good morning! How are you?" Als Deutscher ist man da doch sehr irritiert und ist geneigt, davon recht schnell genervt zu sein, wenn von überall auf einmal "Hello!" "How are you?" kommt. Oder die Kellnerin einen einfach nicht essen lassen mag, weil sie zum dritten Mal wissen möchte, ob denn alles in Ordnung ist. Aber irgendwann gewöhnt man sich daran, findet Gefallen daran, bekommt gute Laune davon und jetzt in Deutschland vermisst man es.
Naja.. schon im Flugzeug... Die Toiletten waren unten. Ich weiß nicht.... wie oft.... ich jemanden... alt... jung.... Mann....Frau.... zuerst die Treppe habe hinaufsteigen lassen (obwohl ich es dreimal vor ihnen runter geschafft hätte) und dann noch lächelnd die Schwingtür aufgehalten habe..... Irgendjemand "Danke" gesagt oder auch nur genuschelt? Um Gottes Willen! Selbst die meisten Flugbegleiter waren unhöflich!
Der Zollbeamte in USA bei einer letzten Sicherheitskontrolle... ein warmes Lächeln. Ein "Have a great day!" Von ihm und von mir. Der Zollbeamte in Deutschland... "Hallo!" *lächel* "hamlmfo" *böse guck* "Danke, schönen Tag!" *lächel* "schüsss" Ich habe das Gefühl, dass wir Deutschen uns zu leicht verarscht fühlen, wenn jemand freundlich ist. Wenn ich im Supermarkt vorm Regal stehe und plötzlich redet mich jemand über ein Produkt an, ob er sich das wohl kaufen soll und ob ich da Erfahrung mit hätte... da denken wir doch alle, dass der psychisch einen Weg hat oder uns bestehlen oder gar ermorden will. Man redet hier nicht fremde Leute einfach so an! Ausser um nach der Zeit oder nach dem Weg zu fragen.
Nicht alle... aber viele. Und ich tue das meist selbst. Oft laufe ich selbst böse blickend durch die Gegend. Diese Atmosphäre zieht einen aber auch runter. So wird es wohl den meisten gehen. Wenn zu 80% Gemecker, Gemaule oder NICHTS zurück kommt. Da meckern und maulen wir einfach auch alle möglichen Leute an. Auch wenn der falsche es abbekommt, der nett sein wollte. Ein Teufelskreis ganz eindeutig.
Probe aufs Exemple heute in der früh. Konnte nicht mehr schlafen. Stand um kurz vor 7 auf. War um kurz nach 8 im Edeka. Stur lächelte ich fremde Leute an. Niemand lächelte zurück. Montagsmorgens um 8! Pfff... was hab ich mir gedacht. Stehe in der Obst- und Gemüseabteilung. Ein Angestellter räumte gerade Orangen ein. Ich stand im Weg und wurde mit der Kiste sanft beiseite geschoben. 'Schuldigung, dass ich hier einkaufe. Wie oben schon mal erwähnt. Überall liefen Edekarianer herum und räumte die leergekauften Regale vom Samstagabend auf. (ich gehe nie wieder Montagmorgens ins Edeka. Da kriegt man nichts! Alles leer gekauft...) Eine Edeka-Dame mit vollem Warenwagen ließ ich durch und machte Platz. Kam ein Danke??? Nein! Nur ein böser Blick, nach dem Motto: "Sie haben mich aber früüühhh bemerkt!" Hallo? Was war der Kunde? König kann es nicht gewesen sein. Überall standen die Weibsen rum und machte eine den Kunden Platz? Nö. Eine andere Kundin schob für mich den Wagen beiseite, ich bedankte mich. Sie starrte mich nur an.
Aaaber die ältere Dame an der Kasse war sehr freundlich und es sind ja nicht immer alle, die einem begegnen auf einen Haufen soo scheiße drauf. Montagmorgen wohl, he?
Nur... ich denke. Wenn wir alle ein bisschen freundlicher wären und nicht gleich jedem misstrauisch gegenüberstehen würden, weil er mir die Butter vom Brot klauen könnte, würden wir den Teufelskreis der Miesepetrigkeit durchbrechen. Aufrichtig oder nicht. Viele Menschen würden entspannter einschlafen und fröhlicher aufwachen.

Sonntag, 14. Juli 2013

Bilderbuchkindheit


Eigentlich sollte es hier um Sport und Vereine gehen, aber dann hab ich zu weit ausgeholt.
Ich glaube, das wird ein Blog zur Selbsttherapie. Denn seit Wochen geht es mir überhaupt nicht gut.
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Schon als Kind war ich sehr aktiv.
Vielleicht sollte ich ein bisschen ausholen. Das hier liest ja eh niemand.
Ich bin glücklich und behütet aufgewachsen.
Mein Vater war von Montag bis Freitag auf Montage in ganz Deutschland unterwegs. Meine Mutter hat beim Bäcker gearbeitet. Also war ich nach dem Kindergarten und der Grundschule oft bei meinen Großeltern oder meiner Oma. Es hat mir weder an Liebe noch an Aufmerksamkeit gemangelt. Noch heute würde ich niemals meinem Vater einen Vorwurf machen, dass er nur am Wochenende da war, oder meiner Mutter, dass sie mich zu ihren Eltern gab. Sie haben mich geliebt, alle und tun es heute noch. Und ich sie.
Ich "half" meinen Großeltern bei der Gartenarbeit, ging mit ihnen Spazieren, Einkaufen, Enten füttern, fuhr Fahrrad, malte, machte Hausaufgaben.
Am Wochenende half ich meinem Vater bei der Gartenarbeit, im Wald, am Haus.
Jeden Sonntag machten wir zu dritt oder mit der Familie einen Ausflug.
An vielen Wochenenden waren meine Cousins und Cousinen zu Besuch. Oder wir besuchten sie.
Ich traf mich später fast jeden Tag mit Schulfreundinnen, spielte mit ihnen Cowboy und Indianer, striff mit ihnen in den Wäldern umher. Wir führen Rad und kühlten uns im Sommer im kleinen Fluss oder dem Kneipbecken ab.
Ständig war irgendetwas los. Die Clique meiner Eltern feierte viele Geburtstage, Silvester und den 1.Mai zusammen. Wir waren mehrere Kinder und es war immer ein Spaß. Im Sportverein und im Karnevalsverein waren wir alle aktiv. Ich ging jahrelang zur Funkengarde und später beim Rosenmontagsumzug mit. Nur meine Mutter zog sich immer mehr zurück. Sie hatte auf sowas keine Lust. Aber ich hab bis heute nicht heraus gefunden, ob es wirklich an den Leuten im Dorf, oder an ihr, oder an allem möglichen lag. Heute glaube ich, dass es an den Leuten lag.
Die Mutter meines Vaters, die bei uns im Haus wohnte, bekam an jedem Wochenende und auch an Wochentagen von ihren Geschwistern und alten Freunden aus frühere Zeiten. Ich erinnere mich ans Heidschnucken jagen unter unserem Haus auf der großen Wiese. Das Anpirschen an Tante Mia und meine Oma, als sie Kirschen pflückten und ich die Schafscheiße hinterher überall hatte. Es war ein heißer Spätsommertag und das Gras war trocken. Bevor meine Schulfreundin Nina kam, musste mich meine Oma schnell baden. Ich kann mich noch gut dran erinnern. Manche Sachen vergisst man nie.
Meine Patentante spielte mit mir Federball und Brettspiele. Mein Opa erklärte mir Flora und Fauna. Meine Oma war immer die strenge aber sehr gute Seele, nach der ich sofort schrie, wenn ich krank war.
Mit den Nachbarskindern und deren Cousins spielte ich verstecken, malte Straßenkreide, baute Hütten, fuhr Inliner und Rad, tobte im Planschbecken, ging mit den Hunden spazieren, spielte Fussball... wir machten stundenlang Kopfstände, machten Radschläge, "kochten" aus Gras, Pilzen, Schlamm und Blättern Gerichte. Schaukelten, kletterten in der großen Birke herum. Sprangen vom Baumhaus auf zwei aufeinandergelegte Matratzen, spielten in unserem alten Keller, wir seien eine arme Bauernfamilie aus dem Mittelalter.
In der Schule lief es auch. Ich war im Chor, in der Theater AG. Wir traten auf Stadtfesten und im Altenheim auf. Notentechnisch war ich Durchschnitt. Manchmal ein bisschen schlechter, weil ich laut den Lehrerinnen mehr träumte, als im Unterricht aufzupassen. Ich hatte ein paar dicke Schulfreunde, aber gehörte selten oder nie zu den coolen Kindern oder Jugendlichen. Oft hab ich es versucht, selten hat es geklappt. Und als es später klappte, kam es zu einem großen Knall, der mich völlig aus der Bahn warf. Aber dazu komme ich noch.
Wie vorher geschrieben, ich hatte eine wunderschöne Kindheit. Ein Dorfmädchen. Viele Freundinnen und Freunde. Von morgens bis abends bei Wind und Wetter in der Natur. Das Haus meiner Eltern mit großen Garten am Ortsrand. Ich will rein gar nichts missen. Keine Minute. Keinen Augenblick.

Mittwoch, 26. Juni 2013

Brautfrisur und Make Up - Problemchen

Wie soll das nur was werden?
Normalerweise trage ich meine blonden (knapp über die Schulter gehenden) Haare offen oder zu einem Zopf. Da bin ich dann gaaaanz kreativ. Manchmal trage ich einen streng-wilden hohen Pferdeschwanz mit zurück genommenen Haaren, mal einen mit Seitenscheitel. Mal trage ich die Haare nur offen, mal zwirbel ich ungeschickt eine Strähne nach hinten.

Flechten? Locken? Guter Witz. Selbst mit Glätteisen und Anleitung gelingt es mir nur miserabel.

Gestern stand ich also Nachmittags vorm Spiegel und versuchte Locken mit dem Glätteisen in die Haare zu kriegen. Bei ein paar Strähnen klappte das auch, aber die Mehrheit weigerte sich, ihre Glatte Struktur zu ändern. Ich sah eher wie gerupft aus. Wollte schon aufgeben, da drehte und drehte und drehte ich meine Haare zu zwei kleinen Zöpfchen zusammen. Lies sie ein Weilchen so, föhnte daran herum und sprühte sie mit Haarspray ein. Als ich sie öffnete, hatte ich wuuunderschöne Wellen. Die natürlich nicht lange hielten. Aber ich werde mich die Tage mit Schaumfestiger o.ä. bewaffnen und die Zöpfchen über Nacht drin lassen.

Warum gehe ich nicht einfach zum Friseur?

Das ist kompliziert. Meine Tante ist Friseurin (der alten Schule) und kann wunderbar färben und schneiden und Dauerwelle und Föhnfrisuren und Engelslocken machen. Aber Beachwaves und leichte moderne Locken werden in ihrem Laden bzw von ihr nicht verlangt. Das hat sie nicht so drauf. Sie meinte schon, ich solle halt zunem anderem Friseur gehen, aber ich weiß nicht, ob ich da nicht doch eins schlechtes Gewissen bekomme. Naja, vll geh ich wirklich die Tage mal los, wenn das mit meiner Maßnahme nichts wird.

Das Make-Up. Manche ahnen es schon.
Ich schminke mich folgendermaßen: Mascara. Manchmal noch Augenbrauen und Concealer.
So 4 mal im Jahr AMU. Kann ich auch wunderbar. Will mich ja nicht selber loben... Aber dafür, dass ich mich im Gegensatz zu anderen Frauen quasi nie schminke. Achso... Foundation, Rouge, Bronzer, Puder , Highlighs.... zu Weihnachten und Silvester. Sagen wir mal so.
Wo ist da denn jetzt schon wieder das Problem?

Vor 3 Wochen war ich bei einer Arbeitskollegin meines Märchenonkels. Die hat wohl nebenher Visagistin gelernt und fängt nach einer Pause nun nebenberuflich wieder mit dem Schminken an. Ich sah aauuuuuuuuuus als sie fertig war. Aber das schob sie darauf, dass sie noch nicht wieder ihre professionelle Schminke hätte. Das käme im Laufe der nächste Wochen, dann würd sie mich noch mal schminken. Stutzig machte mich auch, dass sie gar keine Base für die Augen benutzt hat oder so.... Das mache sie mit einem Fixierspray. Aber ich hab gelesen, dass man Fixierspray nicht im Augenbereich anwenden darf. Bald schminkt sie mich noch mal Probe.

Als ich mich danach einfach mal vor den Spiegel gestellt und mich so geschminkt habe, wie ich das gern hätte (bisschen rosa, schwache Smokey Eyes mit einem Braunton, kaum Foundation oder Puder, da ich mit 27 ja auch schon ein paar kleine Fältchen habe, wo das ganze Zeug bei mir SOFORT rein kriecht) und ich fand mein AMU soooo viel schöner. Mein Freund meinte, als er nach Hause kam, das müsste aber stärker gemacht sein, sonst sehe man ja nichts davon. Aber Männer darf man da eh nicht fragen.

Ich gebe ihr noch eine Chance, oder ich geh zur Parfümerie im Ort. Oder ich mache es selbst. So ein Müll da. Ma ein recht witziger vll auch alberner Vergleich. Ich einmal ungeschminkt in meinem (schmutzige Arbeit unter freiem Himmel) Element und zurecht gemacht für Weihnachten



Donnerstag, 20. Juni 2013

Heiße Luft, kurze Röcke, gaffende Männer

Von der Radtour letzten Samstag





Am Samstag war es noch nicht so heiß. Am Samstag trug ich noch nicht so wenig. Aber was heißt wenig?
Gerade habe ich an: ein Tube Top (nicht bauchfrei natürlich!) und einen dunkelblauen gaaanz leichten Baumwollrock, der knapp bis über die Knie geht. Kein Minirock!
Heut früh radelte ich nicht mit Rock, sondern mit kurzer Radler zur Arbeit. Ja ich gebe zu, dass solche Hosen gerne man ein wenig höher rutschen, wenn man sich bewegt und dann aussehen, wie eine Hot Pants. Aber mir deswegen gleich hinterher zu pfeifen?
Und nur weil ich mit Rock und Top über das Werksgelände zum Kiosk gehe, muss ich angegafft werden? Drei Jungs um die 17drehten ihre Köpfe wie die Tauben auf dem Dach. Immer wenn ich ein Tube Top anhabe (wegen einigermaßen gleichmäßiger Bräunung für die Hochzeit) gibt es ein großes Geschau männlicherseits. Sind auch nur Spaghettiträger dran, nimmt dieser Zustand schon merklich ab.
Das ist mir alles schon ein bisserl unangenehm, auch wenn ich mich mit 1,82m und Kleidergröße 38 mit blonden langen Haaren und einem ganz angenehmen Gesicht nicht versecken müssten und vll eher geschmeichelt fühlen sollte. Aber was soll ich denn tragen, wenn es so heiß ist? Bestimmt keine Jeans und lange Ärmel. Hmpf....

Montag, 17. Juni 2013

Flitterwochen . Namensänderung

Reisepapiere und Namensänderung? Wie läuft das bei mir?

Wir haben uns für etwas eher abenteuerliches, aber heutzutage ja doch nichts aussergewöhnliches entschieden: Eine Mietwagenrundreise durch den Westen der USA. 2 Wochen wird die wilde Fahrt Ende September dauern. Auto, Hotels und Flüge werden von orbis-reisen gebucht. Darum müssen wir uns also nicht kümmern. Die Damen sind sehr nett und kümmern sich sofort um Fragen. Hoffentlich bleibt das auch so.

Für uns beide ist es das erste Mal USA. Überhaupt das erste Mal, dass wir Europa verlassen. Letztes Jahr waren wir auf Rhodos, davor das Jahr war ich mit einer Freundin auf Ibiza. Urlaube in meiner Kindheit fanden in Östereich, Italien, Spanien, Frankreich und Deutschland statt.

Wir dachten uns: Wenn wir es dieses Jahr nicht machen, dann machen wir es wahrscheinlich nie. So ist das doch oft, oder? Junge Paare heiraten. Sind kinderlos, nagen nicht wirklich am Hungertuch und können reisen wohin sie wollen. Viele sagen sich: Ach, wir fahren da und da hin, wenn die Kinder aus dem Haus oder wir Rentner sind. So wie meine Mutter. Sie wollte immer mal nach Neuseeland, wenn ich mal weg bin. Was ist nun? Kein Geld, Krankheit und bald Scheidung. Von solchen Fällen habe ich schon zu genüge gehört.

Was muss ich also für meine Reise bis jetzt beachten?
Da wir 1,5 Monate vorher heiraten, bekomme ich einen neuen Perso und einen Reisepass mit neuem Namen. Bei uns (kleiner Ort in Oberbayern) kann man Pass und Perso 8 Wochen vor der Hochzeit beantragen. Der Reiseveranstalter bucht Flüge und Unterkünfte auf meinen neuen Namen. Wenn ich während der Hochzeit - bzw ein paar Minuten danach - meine neuen Papiere mit auf den Weg bekomme, kann ich also immer noch früh genung die ESTA ausfüllen.

Schwertlilie

Freitag, 14. Juni 2013

Positives Denken

Was ich in den letzten Tagen gelernt habe:

Man sollte nicht wütend und traurig über die Absagen zur Hochzeit sein, sondern sich über die Zusagen freuen. Darüber, dass man den Partner für's Leben gefunden hat und ihn heiraten kann.






Donnerstag, 30. Mai 2013

Hochzeitsvorbereitungen und Tipp

Erledigt:
Standesamttermin
Location
Menue
Blumenschmuck
Fotografin
Einladungen
Brautkleid (gefunden und angezahlt)
Hochzeitstorte
Kuchen für den Kaffee
Friseurin

Zu erledigen:
Anzug plus Schuhe für den Zukünftigen
Maßnehmen Brautkleid
Einwegkameras
Kosmetikerin bzw Make-Up (Probeschminken nächste Woche)
Brautschuhe

Die Sache mit den Brautschuhen gestaltet sich als äußerst nervig und schwierig.
Ohne Brautschuhe kein Maßnehmen mit der Schneiderin. Aber nun suche ich schon seit 2 Wochen elfenbeinfarbene, flache, günstige aber schöne Schuhe. Sehr problematisch. Hohe Hacken gibt es genug. Aber kleine oder keine Absätze.... oh weh.
Hatte schon einen Schwung Schuhe bestellt und die meisten wandern morgen zurück mit diversen Paketdiensten. Morgen oder Samstag sollte meine letzte Hoffnung per Bote kommen; ich bin mal gespannt.
Warum brauche ich flache Schuhe? Weil das Kleid sonst zu kurz wird und ich mit hohen Schuhen so groß wie mein Zukünftiger wäre.
Warum ein so kurzes Kleid?  Ich bin knapp über 1,80 m groß und da ist mir meist was zu kurz.


Zudem die Sache mit dem Bräunen!
Mein Kleid ist schulterfrei. Man sollte darauf achten nur in die Sonne zu gehen, wenn man ein Tube Top oder einen trägerlosen Bikini anhat. Ansonsten eher luftige Blusen tragen und einen hohen Sonnenschutz auf freie Hautstellen auftragen. Auch auf Arme und Hände.
Habe eine Reihe von Bandeau-Zeug bei H&M gefunden und bestellt. Einfach da mal schauen.
Aber im Moment kann die Bräune meiner Arme ein wenig abnehmen, denn ich hatte auf einer Radtour vor zwei Wochen und auch sonst in den wenigen Sonnentagen des Jahres versäumt mich einzucremen. Und ich bekomme sehr schnell Farbe trotz meiner blonden Haare.
Aaaaber das Wetter ist ja seit 2 Wochen so üüüüüüüberaus gnädig und durch den Regen und Temperaturen um die 10°C bleiben die Tops im Schrank und der Teint wird wieder blasser.



Samstag, 11. Mai 2013

Radtour und kleine Pflanzenkunde

Vorgestern packte mich (wie jeden Tag) der Bewegungsdrang und ich schwang mich auf mein Rad. Ich brauche wirklich jeden Tag meinen Auslauf. Heute zum Beispiel, hab ich versucht nichts zu machen. Hat nicht geklappt. Wie immer. Ich bilde mir ein, dass ich Kreislaufprobleme kriege, wenn ich den lieben langen Tag einfach nur irgendwo rumliege oder rumsitze.

Also hab ich eben gekocht und dazu noch das erste Mal Fladenbrote gemacht. Hat wunderbar funktioniert. (Diese afrikanische Tomatensuppe ist übrigens nicht wirklich ein Geschmackserlebnis.) Jetzt bin ich aber schon wieder gelangweilt. Der Verlobte hat mit so was kein Problem. Der liegt seit 5 Stunden auf dem Sofa rum und guckt TV. ICH KANN SOWAS NICHT. Allein was für ein Scheiß da läuft.
Auch vorgestern wollte er "nichts machen", also bin ich alleine los. Hab auch niemanden sonst gefragt, ob wer mit möchte. So kann ich dann nämlich mein eigenes Tempo bestimmen und herumradeln und herumknipsen, wie und wo ich will.





Mehlprimel

Die stark gefährdete Trollblume mal in voller Pracht zu sehen, hat mich sehr gefreut

Ich glaaaaaube... das ist die Traubenkirsche 



Stengelloser Enzian

Freitag, 10. Mai 2013

Products of the day + Outfits of the day + Face of the day

DAS wollte ich schon immer mal machen. Zugegeben, die Fotos sind schon eine Woche alt und von meiner Aussaatorgie auf dem Balkon habe ich keine Fotos gemacht. Auch nicht vom Outfit und the Face am folgenden Sonntag. Da war ich nämlich mit dem Verlobten und einem anderen Paar im Kino zum Iron Man Marathon.  Iron Man 3 lohnt sich! Auch wenn ich immer noch IM1 am besten finde. Aber das ist ja meistens noch mit Filmreihen.

Über das Spüli kann ich nicht allzu viel sagen. Wir haben eine Spülmaschine und ich nutze Spüli nur um Teile zu reinigen, die nicht für die Maschine geeignet sind. Tut seinen Dienst; schont die Hände aber natürlich nicht. 

Das blaue Mikrofasertuch ist wunderbar. Wie fast alle Mikrofasertücher. Ich wische und putze mit nichts anderem. 


Die Flitsche von Wileda ist top. Da gibts noch ein Mikrofasertuch zum Draufspannen dazu. Das hing aber grad zum Trocknen woanders. 
Denk mit Schuermilch ist zu empfehlen; damit und mit dem netten pinken Schwämmchen mache ich immer die Badewanner sauber. 
Ako Dusch+Badantkalker kann ich auch jedem ans Herz legen. Hab ich im Obi gekauft. Ob's den woanders gibt, weiß ich nicht. 


Das Face vom Samstag. Spiegelbildbild mit fescher Frisur und Kamera. Die Zahnbürste hab ich übrigens zum Reinigen der Fugen und Duschkabinenecken verwendet. Ich guck cool und hab keine natürlich Zahnpasta im Mund. So wisst ihr auch mal, wie ich aussehe. Die zwei, drei Leser. Mehr hab ich ja nicht am Tag. ^^


Outfit zum Joggen. Mach schon seit Jahren Sport und nicht erst, seit das auf Youtube so modern geworden ist. Deswegen hab ich auch olle Turnschuh, die gewiss nicht gesund für meine Gelenke sind. Aber so oft geh ich nicht joggen, mach Hallensport 2 mal die Woche. Einen Ballsport. Und da hab ich gescheite Schuhe in feschem Blau. Das lila Joggingshirt ist übringes vom letzten Jahr von Tchibo. Passt auch Frauen, die etwas länger geraten sind und würd ich immer wieder kaufen.  


Das Putz und Zock-Outfit. Die Jogginghose (bin mit Radhose Joggen gegangen und mit Jogginghose hab ich geputzt und gegammelt, verrückt) ist uuuuuralt und hat einige Löcher. Hab sie vor mehr als 7 Jahren mal in nem Aldi in Ruhrgebiet gekauft gekriegt, von Mama. 
Die Schlappen sind super und auch schon einige Jahre alt. Gekauft vor 4-5 Jahren in einem Latschengeschäft in Paderborn (glaub ich)


So, das wars. Genieße jetzt weiter meinen freien Tag und kümmere mich weiterhin um die Wäsche.  Ja, das widerspricht sich irgendwie.

Donnerstag, 11. April 2013

Haben wir nicht alle diesen Kollegen,

der sich ständig profiliert?
Der sich selbst viel zu wichtig nimmt?
Der sich Arbeiten unter den Nagel reißt, obwohl es ihn eigentlich nichts angeht?
Der ständig in den Büros der Führungskräfte rumlungert?
Der immer nur in Ich-Form redet und nie von Wir?
Der deine Ideen direkt beim Chef als seine verkauft?
Der meint, ohne ihn würd der Laden nicht laufen?






Was soll man denn auch bei sowas denken?

Sonntag, 7. April 2013

Hochzeitsplanung: Die Tortenfigur

Diese Figur habe ich gestern von der Post abgeholt:

(Foto von in-due.de)

Die beiden Verliebten werden aber ganz traditionell oben auf der mehrstöckigen Hochzeitstorte sitzen.
Die macht der Mann meiner Tante, da er Bäcker ist.
Meine Hochzeitsfrisur weiß ich auch. die besagte Tante ist Friseurmeisterin. Hab aber mit Schrecken festgestellt, wie wenig Frisuren mir eigentlich stehen. Bzw habs mir eingebildet... Bzw... ach lassen wir das. ^^

Einladungskarten haben wir letztes Wochenende ausgesucht. Da haben die Schwiegereltern in Spe 6 Ordner mit Musterkarten besorgt und uns eröffnet, dass sie die Kosten und Bestellung übernehmen wollen. Als vorzeitiges Hochzeitsgeschenk versteht sich. 
Ich muss sagen, dass das Aussuchen der Einladungskarte der langwierigste und nervigste Part war. Mein Geschmack ist so eigen, dass mir schon im Internet NICHTS an Karten gefallen hat.   In einem Ordner habe ich / haben wir dann aber die perfekte gefunden. Eher cool. Ohne Blümchen, Herzchen und Bilder des Paares (sei es Comic oder echte *grusel*). Die poste ich mal, wenn wir die Einladungen hier haben, um sie verschicken zu können.  

Standesamt ist auch abgehakt. Letzte Woche haben wir uns fest angemeldet. Das Stammbuch ausgesucht (weiß und mit Stadtwappen) und die Rechnung direkt beglichen. Wenn man an dem Samstag im Monat heiratet, an der das Standesamt geöffnet hat, bezahlt man trotzdem eine Zusatzgebühr, wegen "Eheschließung ausserhalb der allgemeinen Öffnungszeiten". 

Nun folgt der Tischschmuck. Ich weiß schon genau, was ich will. Aber dazu muss ich noch mal zum Landgasthof und die Tische ausmessen etc.....

Es geht also voran! 

Mittwoch, 3. April 2013

Mädchenfarben mit malerischer Alpenkulisse und Alternative Rock





Das Positive an langweiligen Aufgaben auf Arbeit ist, dass man endlich mal wieder Musik hören und neue alte Sachen entdeckt.

Montag, 1. April 2013

Dunkel wars, der Schnee blendet helle


Frohe Ostern gehabt zu haben. Hab von Ostrn nichts mitbekommen. Noch nicht mals Eier hab ich gefärbt.
Jetzt hat mich der Alltag wieder. Endlich. Der Monat verspricht spannend zu werden. Meine Mutter und mein Freund haben heute ihre neue Arbeit begonnen und wir haben einen neuen Chef.

Dienstag, 12. März 2013

Nachruf - Präsenter als geglaubt.


Vorgestern ist meine Großtante ( die letzte von vielen, noch lebende Großtante) im Alter von 89 Jahren an Altersschwäche im Altenheim gestorben. Wahrscheinlich im Schlaf. Aber das weiß man nicht so genau, denn zum Zeitpunkt des Todes war sie wohl einsam und allein.
Meine Oma und meine Tante haben sie fast jeden Tag besucht, doch die Großtante bekam die letzten 2 Jahre eh kaum noch was mit und wurde noch unausstehlicher, als sie es die Jahre zuvor eh schon war. Zuletzt gesehen hatte ich sie vor 1.5 Jahren circa (wohn ja hunderte Kilometer weit weg). Da schimpfte sie, ich solle zurück in die Heimat. Was wolle ich denn in Bayern.
Naja, sie und ihr Mann (der schon vor fast 17 Jahren an einem Herzanfall starb) konnten keine Kinder bekommen, weil er im zweiten Weltkrieg recht schwer verletzt wurde. Sie wollten damals immer, dass ich mal bei ihnen übernachte. Aber ich habe ja noch nicht mals bei Freundinnen geschlafen, oder meiner Oma, die nur in der anderen Haushälfte meiner Eltern wohnte. ^^ 
Kann mich noch gut erinnern, dass wir neben den Besuchen im Alltag vier feste Termine bei den beiden hatten. Geburtstage und Namenstage. Da wurde die greise Nachbarschaft im Wohnzimmer versammelt, viel zu viel Kuchen aufgetischt und ich war jedes mal mit groooooooßem Abstand die Jüngste im Haus. Die zweit Jüngste war meine Mutter. Da weiß man Bescheid.
Ich vertrieb mir die Zeit während dieser Familienfeste immer mit dem Durchwühlen der Badezimmerschränke (natürlich so, dass ich nie was unordentlich machte), puhlte in Wachskerzen, turnte auf der Treppe herum oder auf einem kleinen Lederhocker, oder ich fuhr draußen mit meinem Fahrrad oder Inline Skates herum.
Die beiden waren immer sehr großzügig und geduldig mit mir. Wahrscheinlich, weil sie eben keine eigenen Kinder haben konnten. Der Großonkel nannte mich immer "Fräulein Durgenander". Weil ich so ein Wirbelwind war. ^^ Das werde ich niiieee im Leben vergessen. Meine Mutter sagt das heute noch manchmal zu mir.
Er war in der Kirche engagiert und hatte ein mit allen Raffinessen ausgestattetes Büro. Mehrmals im Jahr fuhren sie mit oder ohne Kirchengruppen in den Urlaub. Am liebsten an die Ahr. Da mussten meine Tante und mein Onkel bis die Großtante nicht mehr konnte jedes Jahr Pfingsten für einen Tag mit ihr hin fahren.
Von der Familie hab ich allerdings schon öfters gehört, wie anstrengend und schwierig die Großtante schon ihr ganzes Leben lang gewesen sein soll. Schon als junge Frau. Auch im Altenheim suchte sie keinen Anschluss, sondern meckerte über die anderen und blieb lieber für sich allein. Aber wer weiß, wie man sich selbst aufführt, wenn man in einem Seniorenstift sitzen muss.
Hab nie sehr große Gefühle für Großonkel und -tange gehegt. Daher trifft und traf es mich nicht so sehr, dass die beiden nicht mehr sind. Eigentlich sehr traurig. Trotzdem fiel mir während des Schreibens hier immer mehr ein, was ich einbringen konnte. Zuletzt werd ich mich wohl immer an das Bild in dem Zimmer der Großtante erinnern: Ein warmer Frühlingstag im Garten meiner Eltern. Ich trage mein Kommunionkleid und halte die Kerze in der Hand. Die Großtante drückt mich herzlich an ihre Seite und lacht in die Kamera.
Ein Mensch hat viele Gesichter. Und ich werd das auf dem Foto in meinem Herzen behalten.

Freitag, 8. März 2013

Woll-Duden Teil 2

Aus aktuellem Anlass.

"Der Horst, der ist so schön, da kann sich mancher hinter verstecken."
Das bedeutet nicht, dass Horst dick ist und mancher sich deswegen verstecken kann. Die Aussage ist auch nicht ironisch gemeint. Der Horst ist halt ein schöner Mann und die unattraktiveren können sich hinter ihm anstellen. Auch, damit man sie nicht sieht!?  ;)

"Der Franz und der Max sind Chaoten. Die tun sich nix!"
Das bedeutet nicht, dass Franz und Max sich streiten oder schlagen. Das heißt lediglich, dass beide gleich chaotisch sind.

Somit wäre das auch geklärt. ^^

Mittwoch, 27. Februar 2013

Brillenträger - Quotenrandgruppe in Actionfilmen?



Immer wenn ich so drüber nachdenke. Wenn unsere Zivilisation am Ende wäre. Das System und die Wirtschaft zusammen brechen würden. Es gäbe die nukleare Katastrophe. Zombies, Aliens, Eiszeit. Man würd mit dem Flugzeug abstürzen... Ich hätte nur noch meine Brille, durch die ich nich gescheit gucken kann oder hätte weder Brille noch Kontaktlinsen. Und die Augen werden ja bekanntlich bei vielen immer schlechter. Da nutzt irgendwann der Drahtesel auch nicht mehr soooo viel. Ach was. Der würd ja eh zu Bruch gehen in dem ganzen Drama. Dann wär ich (und alle anderen Kurz- und Weitsichtigen dieser Welt) echt gehandicapt. Unsereins sieht dann nämlich nicht, ob 100... ach was 5 Meter! weiter ein Alien um die Ecke biegt, oder ob's der Weltenretter ist. Und auf den Alien ballern? haha... Vielleicht treff ich mit dem Kaliber eines Gymnastikballs.
Ist eucht das schon mal aufgefallen? Dass es in kaum einem (mir fällt grad eigentlich kein einziger ein) Endzeit-, Action-, Katastrophen-, etc. Thriller jemanden mit Sehschwäche gibt? Hab auch noch kein Buch gelesen, in dem der Hauptcharakter eine Birlle oder Kontaktlinsen trug. Und WENN dann immer irgendwelche Nebencharaktere. So sieht es aus. Wir Blindfische sind uncool und zu unbequem für Action und Abenteuer. Ausser wir sind Greise. Sind wir jünger in diesen Genres, dann sind wir Doktoren, Nerds, Streber, Lehrer, Allergiker, Psychopaten und nervige Spießereltern, die möglichst schnell den Quotentod sterben. Oder wir kommen gar nicht erst vor. Weil die brutale neue Welt uns in den ersten Tagen ausgelöscht hat. Oder wir niemals in dieser Filmwelt existiert haben. Guuut, daaas ist eine plausible Erklärung...


Ich fühle mich diskriminiert. Jawohl! Auch wenn wir von Natur aus attraktiv und stark finden, das keine Schwächen hat. Gerade Filmhelden!

Sehr suspekt ist mir der, schon länger anhaltende, Trend der Brillen mit Fensterglas. Da frag ich mich (zugegebenermaßen leicht neidische) als Mensch mit -7 bis -8 Dioptrie was ich davon halten soll.

Ich sehe.... ich sollte mir vor dem nächsten Endzeitszenario undbedingt die Augen operieren lassen. Oder ein Arsenal an robusten cooooolen Brillen in verschiedenen Stärken anlegen, die aaaaaalles überstehen.
Könnte aber auch mein neues zu Hause in der zerstörten Welt in einer Kotanktlinsen-Fabrik finden.  *träum*
Oder ich fange das Schreiben an. Über einen attraktiven, rauhen Typen der mit verkniffenem Blick durch Zombieland streift um seine Brille zu finden.

Montag, 25. Februar 2013

Sonntag, 24. Februar 2013

Stöckchen... interessieren ja eh nur die, die sie selbst ausfüllen.



Wie alt wirst Du in drei Monaten sein?
26.

Was ist zurzeit Dein Klingelton?
Ein Standard Ring-Ring. Aber modern. ^^
Der aufm Festnetz klingt wie die alte Spielmusik von Super Mario.

In wie vielen Städten hast du bisher gelebt?
Was heißt Städte....?
Bin in einem Kuhkaff mit unter 700 Einwohnern aufgewachsen.
Mal gaaanz kurz in Berlin, aufgrund einer unglücklichen, verkorksten Teenager-Beziehung.
Hab dann ein halbes Jahr auf dem Bauernhof außerhalb jeglicher Zivilisation gehaust.
Danach in nem Ortsteil einer 17.000 Einwohner  Stadt.
Jetzt in einer mit 16.000.
Aber ich leb gern in Provinzen mit viel Gegend. Bin kein Stadtmensch.

Was ist Deine Lieblingseiscreme?
Zimt.

Hast Du eine bestimmte Art und Weise, wie Du im Bett schläfst?
Ja, aber das wäre zu kompliziert zu zeichnen und würde nur weitere Fragen aufwerfen. Aber kurz: meist auf dem Bauch.. irgendwie.

Bist Du eine laute Person?
Seit der Grundschule hat sie niemand mehr beschwert, dass ich ein zu lautes Organ hätte.

Was hörst Du gerade?
Meine Kollegin mit dem Maus rum klicken und mich tippen.

Kannst Du Poker?
Ja.

Schon mal jemanden geküsst, deren oder dessen Namen mit “D” anfängt?
Bestimmt als Kind mal meine Cousins David und Daniel auf die Wange.

Würdest Du deine Nase piercen lassen?
Hab ich mit 20 auf einem Punkrock Festival gemacht und nach nem Jahr wieder raus getan.

Bist Du neugierig?
Ja, oft.

Kennst Du eine, die schwanger ist?
Nein.

Letzter Film, den Du gesehen hast?
Terminator-Salvation  (*rarrrr* mit Christian Bale UND Sam Worthington UND meinem Verlobten neben mir)   Geht ja wohl nich besser ;)

Ist es in der Regel einfach für andere, Dich zum Lachen zu bringen?
Ja.  Aber manchmal schäm ich mich im Nachhinein, wie ich als junge Erwachsene so vulgär und makaber sein kann.

Was hast Du zuletzt in Deinen Mund geschoben?
Butterbrote.

Wer hat zuletzt für Dich gekocht?
Am Samstag eine Mannschaftskollegin nach unserem Spieltag.

Wer hat Dich zuletzt angerufen?
Ein Lieblingskollege.

Liest Du den Sportteil in der Zeitung?
Nur den Lokalsport und meist nur zum Thema Volleyball.

Was für Bilder hängen in Deinem Zimmer?
Für mich gibt es nur "unsere" Zimmer.
Makroaufnahme einer Wespe, Platz an dem wir uns das erste Mal geküsst haben, eins ausm Baumarkt, Plakat mit Begriffen, Malen nach Zhalen Maggi-Werbung in der Küche  ^^

Letztes Buch, was Du gelesen hast?
Der Todeskünstler. Hat mir nicht gefallen.

Irgendwas, was Du heute zum ersten Mal realisiert hast?
Dass ich noch nicht zu alt bin, um meinen Gürtel mit Schneeleoparden-Muster zu tragen. ^^
Wie siehst Du aus? Wie die Mama oder wie der Papa?
Ich weiß nicht. Am meisten wie meine Oma, dann erst Papa, ganz weit hinten Mama (und von der hab die furchtbar schlechten Augen...   ich liebe sie trotzdem. ^^ )

Wenn Du für den Rest Deines Lebens nur noch ein einziges Getränk zu Dir nehmen dürftest, welches wäre das?
Mineralwasser.

Was liegt rechts neben Dir?
Kuli, Apfel, Telefon, Tacker, Locher, Post its, Büroklammern, Stempel.... ach sämtlicher Bürobedarf eben.

Schon mal irgendwo ins Wasser gefallen?
Ja. Als 7 Jährige im Winter. Mein Vater hatte Fischteiche mit Forellen. Da war ich mit ihm ziemlich oft. Als er grad in die Büsche gepinkelt und mir (natürlich) dabei den Rücken zuwandte, bin ich in einen Teich geplumbst. Konnte natürlich schwimmen, aber war saukalt.  Papa hatte mich trotz allem (und Kippe in der Hand) ganz schnell wieder an Land. ^^

Freitag, 22. Februar 2013

Tortenfiguren Hochzeitsinspirationen*2






(Quellen: Weddix.de , Hochzeitsdeko-onlineshop.de, suche-biete.com)

Mittwoch, 20. Februar 2013

Woll-Duden Teil 1

Ich gehe mal nach Paul.
Ich gehe mal nach'm Paul.
Geh mal nachem'em Paul.

Ja richtig. In der Ecke Deutschlands, in der ich aufgewachsen bin, fährt/geht/läuft/fliegt man nach einer Person. Nicht zu. Obwohl das natürlich grammatikalisch richtig wäre. Deswegen ernte ich auch immer wieder fragende Blicke in meinem neuen zu Hause, habe aber mittlerweile gelernt, sofort meine "Fehler" zu erkennen und das Ganze richtig zu stellen. Aber auch nach 6 Jahren fern von der Heimat will und kann ich nicht aus meiner "Woll"-Haut. Schließlich haben 21 Jahre fast alle um mich herum so geredet.

Im Teich schwimmen Enten, Fische, Frösche.
Ich kann aber auch einen Teich für den Kuchen machen.

Der eine kann einen Berg hinauf gehen.
Andere können n Bärch hoch.

Eine lustige Unterhaltung im Bezug auf "Bärch" hatte ich vor ein paar Monaten mal.
"Mein Ex hat in Nüenbärch gewohnt."
"Wo?"
"Nüenbärch?"
"Nie gehört. Wo liegt das?"
"Franken? Kennt man doch.. Nüenbärch."
"Nein. Eher klein, oder?"
"Oh, richtig wird das Nürnberg ausgesprochen."
"Achsoooooo. Nürnberg. Sag das doch gleich."

Möglichst viele Gs und Ks sind mit CH zu ersetzen. Ein Favorit meines Kollegen ist, wenn ich "Wärchzeuchkiste" sage.

Auch Befehle und Bitten klingen gleich viel schöner, wenn  hier nicht auf die Grammatik geachtet wird.

"Ess das mal auf."
"Geb mir das mal."
"Leg das weg." Besser: "LeeCH datt mal bitte wäch."

Sie fragte nicht, sie frug.

Heute geht's aufe Arbeit. In die Arbeit oder zur Arbeit kann ja jeder.

"Komma bei de Omma."
Nich "Komm mal zu der Oma."
Wichtig ist hier, dass Omma mit 2 M geschrieben wird. Bei uns wird das nicht OOOma oder OOOpa ausgesprochen, sondern besser Ommma und Opppa. Die Betonung liegt auf den Konsonanten.

So wird auch Agnes (Aagnes) zu ACHNNeSS.
Gerhard wird zu GeRRaT.
Friedhelm zu FrithäLM.
Da musste ich mich hier erst mal dran gewöhnen (wie an so viel anderes). Für mich klingt die Aussprache dieser Namen normal, dachte ich mir, aber für Leute mir anderem Dialekt muss es wohl wie hingerotzt und abwertend klingen. Also spreche ich die Namen melodisch und normal aus, wenn ihre Träger in der Nähe sind. Nicht, dass es zu Missverständnissen kommt.



Fortsetzung folcht...

Montag, 18. Februar 2013

Hochzeitsinspirationen *1

(Quelle: Wikipedia.de)

(Quelle: mein-schoener-garten.de)


(Quelle: traumhochzeit.com)

(Quelle: amazon.de)



(Quelle: Zauberdeko.de)