Eigentlich sollte es hier um Sport und Vereine gehen, aber dann hab ich zu weit ausgeholt.
Ich glaube, das wird ein Blog zur Selbsttherapie. Denn seit Wochen geht es mir überhaupt nicht gut.
Ich glaube, das wird ein Blog zur Selbsttherapie. Denn seit Wochen geht es mir überhaupt nicht gut.
Schon als Kind war ich sehr aktiv.
Vielleicht sollte ich ein bisschen ausholen. Das hier liest ja eh niemand.
Ich bin glücklich und behütet aufgewachsen.
Mein Vater war von Montag bis Freitag auf Montage in ganz Deutschland unterwegs. Meine Mutter hat beim Bäcker gearbeitet. Also war ich nach dem Kindergarten und der Grundschule oft bei meinen Großeltern oder meiner Oma. Es hat mir weder an Liebe noch an Aufmerksamkeit gemangelt. Noch heute würde ich niemals meinem Vater einen Vorwurf machen, dass er nur am Wochenende da war, oder meiner Mutter, dass sie mich zu ihren Eltern gab. Sie haben mich geliebt, alle und tun es heute noch. Und ich sie.
Ich "half" meinen Großeltern bei der Gartenarbeit, ging mit ihnen Spazieren, Einkaufen, Enten füttern, fuhr Fahrrad, malte, machte Hausaufgaben.
Am Wochenende half ich meinem Vater bei der Gartenarbeit, im Wald, am Haus.
Jeden Sonntag machten wir zu dritt oder mit der Familie einen Ausflug.
An vielen Wochenenden waren meine Cousins und Cousinen zu Besuch. Oder wir besuchten sie.
Ich traf mich später fast jeden Tag mit Schulfreundinnen, spielte mit ihnen Cowboy und Indianer, striff mit ihnen in den Wäldern umher. Wir führen Rad und kühlten uns im Sommer im kleinen Fluss oder dem Kneipbecken ab.
Ständig war irgendetwas los. Die Clique meiner Eltern feierte viele Geburtstage, Silvester und den 1.Mai zusammen. Wir waren mehrere Kinder und es war immer ein Spaß. Im Sportverein und im Karnevalsverein waren wir alle aktiv. Ich ging jahrelang zur Funkengarde und später beim Rosenmontagsumzug mit. Nur meine Mutter zog sich immer mehr zurück. Sie hatte auf sowas keine Lust. Aber ich hab bis heute nicht heraus gefunden, ob es wirklich an den Leuten im Dorf, oder an ihr, oder an allem möglichen lag. Heute glaube ich, dass es an den Leuten lag.
Die Mutter meines Vaters, die bei uns im Haus wohnte, bekam an jedem Wochenende und auch an Wochentagen von ihren Geschwistern und alten Freunden aus frühere Zeiten. Ich erinnere mich ans Heidschnucken jagen unter unserem Haus auf der großen Wiese. Das Anpirschen an Tante Mia und meine Oma, als sie Kirschen pflückten und ich die Schafscheiße hinterher überall hatte. Es war ein heißer Spätsommertag und das Gras war trocken. Bevor meine Schulfreundin Nina kam, musste mich meine Oma schnell baden. Ich kann mich noch gut dran erinnern. Manche Sachen vergisst man nie.
Meine Patentante spielte mit mir Federball und Brettspiele. Mein Opa erklärte mir Flora und Fauna. Meine Oma war immer die strenge aber sehr gute Seele, nach der ich sofort schrie, wenn ich krank war.
Mit den Nachbarskindern und deren Cousins spielte ich verstecken, malte Straßenkreide, baute Hütten, fuhr Inliner und Rad, tobte im Planschbecken, ging mit den Hunden spazieren, spielte Fussball... wir machten stundenlang Kopfstände, machten Radschläge, "kochten" aus Gras, Pilzen, Schlamm und Blättern Gerichte. Schaukelten, kletterten in der großen Birke herum. Sprangen vom Baumhaus auf zwei aufeinandergelegte Matratzen, spielten in unserem alten Keller, wir seien eine arme Bauernfamilie aus dem Mittelalter.
In der Schule lief es auch. Ich war im Chor, in der Theater AG. Wir traten auf Stadtfesten und im Altenheim auf. Notentechnisch war ich Durchschnitt. Manchmal ein bisschen schlechter, weil ich laut den Lehrerinnen mehr träumte, als im Unterricht aufzupassen. Ich hatte ein paar dicke Schulfreunde, aber gehörte selten oder nie zu den coolen Kindern oder Jugendlichen. Oft hab ich es versucht, selten hat es geklappt. Und als es später klappte, kam es zu einem großen Knall, der mich völlig aus der Bahn warf. Aber dazu komme ich noch.
Wie vorher geschrieben, ich hatte eine wunderschöne Kindheit. Ein Dorfmädchen. Viele Freundinnen und Freunde. Von morgens bis abends bei Wind und Wetter in der Natur. Das Haus meiner Eltern mit großen Garten am Ortsrand. Ich will rein gar nichts missen. Keine Minute. Keinen Augenblick.
Vielleicht sollte ich ein bisschen ausholen. Das hier liest ja eh niemand.
Ich bin glücklich und behütet aufgewachsen.
Mein Vater war von Montag bis Freitag auf Montage in ganz Deutschland unterwegs. Meine Mutter hat beim Bäcker gearbeitet. Also war ich nach dem Kindergarten und der Grundschule oft bei meinen Großeltern oder meiner Oma. Es hat mir weder an Liebe noch an Aufmerksamkeit gemangelt. Noch heute würde ich niemals meinem Vater einen Vorwurf machen, dass er nur am Wochenende da war, oder meiner Mutter, dass sie mich zu ihren Eltern gab. Sie haben mich geliebt, alle und tun es heute noch. Und ich sie.
Ich "half" meinen Großeltern bei der Gartenarbeit, ging mit ihnen Spazieren, Einkaufen, Enten füttern, fuhr Fahrrad, malte, machte Hausaufgaben.
Am Wochenende half ich meinem Vater bei der Gartenarbeit, im Wald, am Haus.
Jeden Sonntag machten wir zu dritt oder mit der Familie einen Ausflug.
An vielen Wochenenden waren meine Cousins und Cousinen zu Besuch. Oder wir besuchten sie.
Ich traf mich später fast jeden Tag mit Schulfreundinnen, spielte mit ihnen Cowboy und Indianer, striff mit ihnen in den Wäldern umher. Wir führen Rad und kühlten uns im Sommer im kleinen Fluss oder dem Kneipbecken ab.
Ständig war irgendetwas los. Die Clique meiner Eltern feierte viele Geburtstage, Silvester und den 1.Mai zusammen. Wir waren mehrere Kinder und es war immer ein Spaß. Im Sportverein und im Karnevalsverein waren wir alle aktiv. Ich ging jahrelang zur Funkengarde und später beim Rosenmontagsumzug mit. Nur meine Mutter zog sich immer mehr zurück. Sie hatte auf sowas keine Lust. Aber ich hab bis heute nicht heraus gefunden, ob es wirklich an den Leuten im Dorf, oder an ihr, oder an allem möglichen lag. Heute glaube ich, dass es an den Leuten lag.
Die Mutter meines Vaters, die bei uns im Haus wohnte, bekam an jedem Wochenende und auch an Wochentagen von ihren Geschwistern und alten Freunden aus frühere Zeiten. Ich erinnere mich ans Heidschnucken jagen unter unserem Haus auf der großen Wiese. Das Anpirschen an Tante Mia und meine Oma, als sie Kirschen pflückten und ich die Schafscheiße hinterher überall hatte. Es war ein heißer Spätsommertag und das Gras war trocken. Bevor meine Schulfreundin Nina kam, musste mich meine Oma schnell baden. Ich kann mich noch gut dran erinnern. Manche Sachen vergisst man nie.
Meine Patentante spielte mit mir Federball und Brettspiele. Mein Opa erklärte mir Flora und Fauna. Meine Oma war immer die strenge aber sehr gute Seele, nach der ich sofort schrie, wenn ich krank war.
Mit den Nachbarskindern und deren Cousins spielte ich verstecken, malte Straßenkreide, baute Hütten, fuhr Inliner und Rad, tobte im Planschbecken, ging mit den Hunden spazieren, spielte Fussball... wir machten stundenlang Kopfstände, machten Radschläge, "kochten" aus Gras, Pilzen, Schlamm und Blättern Gerichte. Schaukelten, kletterten in der großen Birke herum. Sprangen vom Baumhaus auf zwei aufeinandergelegte Matratzen, spielten in unserem alten Keller, wir seien eine arme Bauernfamilie aus dem Mittelalter.
In der Schule lief es auch. Ich war im Chor, in der Theater AG. Wir traten auf Stadtfesten und im Altenheim auf. Notentechnisch war ich Durchschnitt. Manchmal ein bisschen schlechter, weil ich laut den Lehrerinnen mehr träumte, als im Unterricht aufzupassen. Ich hatte ein paar dicke Schulfreunde, aber gehörte selten oder nie zu den coolen Kindern oder Jugendlichen. Oft hab ich es versucht, selten hat es geklappt. Und als es später klappte, kam es zu einem großen Knall, der mich völlig aus der Bahn warf. Aber dazu komme ich noch.
Wie vorher geschrieben, ich hatte eine wunderschöne Kindheit. Ein Dorfmädchen. Viele Freundinnen und Freunde. Von morgens bis abends bei Wind und Wetter in der Natur. Das Haus meiner Eltern mit großen Garten am Ortsrand. Ich will rein gar nichts missen. Keine Minute. Keinen Augenblick.