Ich gehe mal nach Paul.
Ich gehe mal nach'm Paul.
Geh mal nachem'em Paul.
Ja richtig. In der Ecke Deutschlands, in der ich aufgewachsen bin, fährt/geht/läuft/fliegt man nach einer Person. Nicht zu. Obwohl das natürlich grammatikalisch richtig wäre. Deswegen ernte ich auch immer wieder fragende Blicke in meinem neuen zu Hause, habe aber mittlerweile gelernt, sofort meine "Fehler" zu erkennen und das Ganze richtig zu stellen. Aber auch nach 6 Jahren fern von der Heimat will und kann ich nicht aus meiner "Woll"-Haut. Schließlich haben 21 Jahre fast alle um mich herum so geredet.
Im Teich schwimmen Enten, Fische, Frösche.
Ich kann aber auch einen Teich für den Kuchen machen.
Der eine kann einen Berg hinauf gehen.
Andere können n Bärch hoch.
Eine lustige Unterhaltung im Bezug auf "Bärch" hatte ich vor ein paar Monaten mal.
"Mein Ex hat in Nüenbärch gewohnt."
"Wo?"
"Nüenbärch?"
"Nie gehört. Wo liegt das?"
"Franken? Kennt man doch.. Nüenbärch."
"Nein. Eher klein, oder?"
"Oh, richtig wird das Nürnberg ausgesprochen."
"Achsoooooo. Nürnberg. Sag das doch gleich."
Möglichst viele Gs und Ks sind mit CH zu ersetzen. Ein Favorit meines Kollegen ist, wenn ich "Wärchzeuchkiste" sage.
Auch Befehle und Bitten klingen gleich viel schöner, wenn hier nicht auf die Grammatik geachtet wird.
"Ess das mal auf."
"Geb mir das mal."
"Leg das weg." Besser: "LeeCH datt mal bitte wäch."
Sie fragte nicht, sie frug.
Heute geht's aufe Arbeit. In die Arbeit oder zur Arbeit kann ja jeder.
"Komma bei de Omma."
Nich "Komm mal zu der Oma."
Wichtig ist hier, dass Omma mit 2 M geschrieben wird. Bei uns wird das nicht OOOma oder OOOpa ausgesprochen, sondern besser Ommma und Opppa. Die Betonung liegt auf den Konsonanten.
So wird auch Agnes (Aagnes) zu ACHNNeSS.
Gerhard wird zu GeRRaT.
Friedhelm zu FrithäLM.
Da musste ich mich hier erst mal dran gewöhnen (wie an so viel anderes). Für mich klingt die Aussprache dieser Namen normal, dachte ich mir, aber für Leute mir anderem Dialekt muss es wohl wie hingerotzt und abwertend klingen. Also spreche ich die Namen melodisch und normal aus, wenn ihre Träger in der Nähe sind. Nicht, dass es zu Missverständnissen kommt.
Fortsetzung folcht...

Hihi. Einige Sachen kamen mir sehr bekannt vor. Bei uns in der 'Heimat' wird so viel wie möglich mit 'j' gesprochen. Sow würde bei uns 'Gerhard' 'Jerhard' gesprochen.
AntwortenLöschenRegen wird zu Räjen
gehen wird zu jeh'n
das gleiche gilt für 'geben' / 'Gibst du mal ...' wird zu 'Jibbetst de mal...'
Die deutsche Sprache ist ja soo schön ^^
Find ich auch. Ist erheiternd. ^^
LöschenKlingt auch irgendwie nach nem Teil NRWs. Oder lieg ich weit daneben? :)
Diese Goldstücke der deutschen Sprache kommt aus dem tiefen Osten, mitten aus dem Herzen von Sachsen-Anhalt. Also NRW trifft es nicht ganz ;-)
Löschenoh echt stark verfehlt. im Rheinland gibt's nämlich auch meistens J für G :)
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