(Bild aus Eigenproduktion)
So nun ist also 2014. Wie verbachte ich den gestrigen Abend?
Mit meinem Mann allein. Wir haben Fondue gemacht (wie schon die letzten 3 Jahre), Dinner for One geschaut und Wein und Bier getrunken. Pünktlich um 00:00 standen wir auf dem Balkon und haben das Feuerwerk der Stadt bestaunt.
Silvester ist immer so ein Fest gewesen, das ich nie mochte. Da zeigt sich nämlich bei anderen, wie unwichtig man ihnen doch ist. Und ich gehörte meist zu den unwichtigen. Alle schon verplant und feiern woanders oder mit wen anders. Es ist schon viele Jahre her, dass ich mit Freunden gefeiert habe. Oft feierte ich mit meinen Eltern oder auch mal gar nicht. Saß allein am PC. Meine beste Freundin damals war nämlich Köchin und dementsprechend meist abwesend.
Auf meine Mutter ist Verlass, die schrieb mir eine Neujahrs-SMS. Eine gute Freundin, die zum Jahreswechsel nach Hamburg gezogen ist (was ich erst noch verdauen muss) versuchte mich anzurufen, aber da schliefen wir schon.
Das war's.
Ich habe in diesem Jahr vieles gelernt. Das Schlimme? Ob ich mich bemühe es allen recht zu machen und immer nett zu sein. Die selben Leute scheren sich einen Dreck um dich. Dieselben sind mies zu dir. Dieselben stehen dir bei. Egal, wie nett man ist, es bringt einen nicht immer weiter.
Durch meine Beziehung und letztlich durch meine Heirat sind viele Kontakte kaputt gegangen. Und ich weiß noch nicht mal genau, warum. Du kannst nicht mehr klettern gehen mit mir, weil du oft krank bist? Kontakt beendet. Du gehst nicht mehr mit mir ins Fitness, weil du oft krank bist? Kontakt beendet. Du hast geheiratet und nun habe ich erst recht keine Chancen mehr bei dir? Kontakt beendet. Eine Freundin antwortete noch nicht einmal, auf meine Hochzeitseinladung, noch gratulierte sie. Obwohl wir uns ein paar Wochen vorher noch normal, wie immer, begegneten. What the fuck?
Ich will wissen, was ich falsch mache. Wissen, ob es an mir liegt. Ob ich so ein seltenes Exemplar bin, dass nur wenige mit mir und ich aber auch nur mit wenigen zurecht komme. Denn, ich bin verheiratet, meine Familie bleibt mir treu und ich habe 3-4 Freunde, die mich mögen. So viel kann ich also nicht falsch machen.
Und ich muss zugeben, dass ich neuen Kontakten oft aus dem Weg gehe. Das tue ich aber schon seit meiner Jugend. Ich brauche sehr lange, um mit jemandem warm zu werden und oft nerven mich neue Kontakte. Verkorkst, was?
Also, hallo 2014. Ich mache nun mein Ding. Liebe die, die ich liebe. Lasse die treulosen Tomaten hinter mir und werde mich nicht mehr für sie verstellen. Ich hänge mich im Job voll rein und werde versuchen, neuen Leuten offener und freundlicher entgegen zu treten.
Cheers!
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