Samstag, 5. Juli 2014

Man lebt nur einmal (man heißt ja nicht Winchester)

(Füße hoch der Witz kommt flach) und das zu kurz, zu unachtsam und wahrscheinlich oft mit den falschen Prioritäten. Wir arbeiten zu viel und frönen unseren Süchten, gönnen uns ab und zu mal was, genießen zu wenig. Eine Freundin sagte vor längerer Zeit mal: "Das Leben ist wir eine Bushaltestelle. Nur wartet man nicht auf den Bus, sondern auf den Tod." Ich denke in letzter Zeit zu viel über den Tod nach. Es ist fürchterlich.
Der Urlaub war schön. Wir waren alle gut erholt. Knapp einen Monat danach kann ich das nicht mehr behaupten.
Zwischendurch war ich noch bei meiner Familie. Ich übernachtete bei meiner Mutter und ihrem Freund. Mit ihm machte ich eine Mountainbike Tour, ging mit ihm oder allein gecoachen, wir grillten, schauten Fussball und hatten einfach eine schöne Zeit. So schön, dass ich wahrscheinlich im September noch mal hinfahren werde. Und in den letzten Jahren waren die Zeiten in der alten Heimat alles andere als schön.
Ich hatte doch mal davon geschrieben, dass ich von den 70 kg runter will. Einfach um wieder in ein paar Jeans zu passen. Gestern stelle ich mich seit 3 Wochen das erste Mal wieder auf die Waage und diese zeigt mir 66 kg. Hm. Was wenig Freizeit, fast jeden Tag über 10 Stunden Arbeit und Stress alles ausmachen. Selbst heute muss ich wieder los, damit ein Kollege noch eine Produktion fertig bekommt.
Die gesamte Mannschaft arbeitet auf ein Ziel hinaus und freut sich, wenn diese Stressphase endlich vorbei ist. Viele gehen auf dem Zahnfleisch. Was war ich sonst immer sportlich und unternehmungslustig. Ich arbeite, liege auf der Couch, schlafe. Kein Training mehr, keine Radtouren, kein Bergwanderin und Spazieren gehen (meinen Mann freut es :D ). Der ist gerade zum Squash mit Kollegen.
Ich rauche jetzt noch eine und mache mich dann langsam fertig. (Ja, mit dem Rauchen habe ich auch wieder angefangen...) Wenigstens macht die Arbeit Spaß und das Team ist wundervoll.

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